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Wo lauert die ZeckeJedes Jahr, teilweise schon an wärmeren Februartagen und oft bis in den November hinein, muss man beim Spielen und Toben in Wiesen und Wäldern daran denken, dass kleine Plagegeister lauern: Zecken, auch Holzböcke genannt. Diese kleinen Spinnentiere lauern nicht, wie verbreitet angenommen, auf Büschen und Bäumen, um sich herabfallen zu lassen, sondern sie sitzen bis in 1 m Höhe im Gras und im Gebüsch, wo sie beim Vorbeigehen abgestreift werden. Der beste Schutz gegen eine hungrige Zecke ist helle, fest anliegende, lange Kleidung. Auch gegen Mückenstiche wirksame Insektenschutzmittel bieten meist einen zeitlich begrenzten Schutz gegen Zecken.
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Die Borreliose:
Die Erreger (Borrelien) werden in Zecken in ganz Europa gefunden. Es gibt
keinen Impfstoff gegen diese bakterielle Erkrankung. Sollten sich bis zu einem
Vierteljahr nach Zeckenstich eine ringförmige Rötung um die Stichstelle zeigen,
die sich langsam vergrößert, oder aber
andere unklare Krankheitssymptome wie Fieber, Unwohlsein, Gliederschmerzen,
Abgeschlagenheit auftreten, dann bitte den Kinderarzt konsultieren und dabei den
Zeckenstich erwähnen!
Mit Antibiotika die in diesem Fall
zwischen zwei und drei Wochen lang gegeben werden müssen, kann eine Borreliose
gut behandelt werden.
Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME):
Diese Krankheit können nur Zecken in so genannten Endemiegebieten verbreiten. Wo
sich diese genau befinden, kann man für Europa
hier erfahren.
Gegen das FSME-Virus kann man sich impfen lassen.
Die FSME verläuft in zwei Schüben: Eine erste Krankheitsphase 3-30 Tage nach dem
Zeckenstich macht sich mit grippeähnlichen Symptomen (leichtem Fieber selten
über 38.0 °C, Kopfschmerzen,
Abgeschlagenheit, Übelkeit, Erbrechen) bemerkbar. Die zweite Phase tritt nicht
immer auf, sie gab der Krankheit jedoch
ihren Namen: eine Entzündung der Hirnhäute und/oder des Gehirns.
Es gibt bisher kein Heilmittel gegen FSME. Allerdings verläuft die Krankheit in
Mitteleuropa in den meisten Fällen sehr mild. Wer einmal die FSME überstanden
hat, ist immun geworden.
Sollte dein Kind von einer Zecke gebissen werden, notiere das Datum. Beide Erkrankungen können Tage bzw. Monate später erst Symptome zeigen. Allein die Notiz des kleinen Vorfalls kann die Erinnerung an den Zeckenbiss wach halten. In aller Regel verlaufen Zeckenbisse harmlos - und nur in seltenen Fällen ist mit den genannten Folgeerkrankungen zu rechnen.
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Dr. Anke Steinborn
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