Babyakne

 

 

 

 Babyakne tritt meist in den ersten 6 - 8 Wochen auf; sie sieht bedenklich aus, ist in der Regel völlig harmlos. Die Haut weist gerötete  Papeln und Pusteln auf, die Haut wirkt gereizt und ist etwas "erhaben". Auch Mitesser können auftreten - die Haut sieht aus wie in der Pubertät. Nach einigen Wochen tritt eine Spontanheilung ein, die Haut wird wieder rosiger, und sämtliche Pusteln und Papeln verschwinden. In seltenen Fällen muss mit Arzneimitteln (Cremes/Salben) eingegriffen werden - meistens wenn sich die Haut entzündlich verändert.

Babyakne hat mit der hormonellen Umstellung zu tun. Über die Schwangerschaft und während der Stillzeit lagerte das Baby bestimmte Hormone ein. In dieser jungen Lebensphase verändert sich die Babyhaut durch die hormonellen Umstellungen  und entwickelt diese Babyakne. Ein natürlicher Vorgang. Glücklicherweise ist nicht jede Hautveränderung auf eine Allergie oder Unverträglichkeit zurückzuführen.

 

 

 

Pflegemaßnahmen

bulletLege das Köpfchen deines Babys immer auf eine Mullwindel. Achte darauf, dass sie stets trocken ist - Speichel und ausgespuckte Milch enthalten reizende Stoffe welche die angegriffene Haut zusätzlich reizen. Auch wenn du dein Kind auf den Arm nimmst, packe eine Mullwindel zwischen dich und sein Gesichtchen. Damit vermeidest du zusätzliche Reize durch unterschiedliche Kleidungsstücke wie Hemd, T-Shirt, Pulli usw.
bulletAußer Mamas und Papas sollte NIEMAND mit den Händen in Babys Gesicht herum "fummeln". Seifenreste, Bakterien usw. landen auf der ohnehin gereizten Haut - das gilt es zu vermeiden.
bulletKeine Parfüms auf der Kleidung "tragen" - es reizt die Haut, aber auch die Schleimhäute und Babys Näschen ist viel empfindlicher als wir denken.
bulletWenn die Haut sehr trocken ist, einmal am Tag mit einer Lotion eincremen. Wenn auf Lotion bzw. Creme verzichtet werden kann - um so besser! Babypflege sollte parfümfrei und frei von unnatürlichen Konservierungsstoffen sein.

Interessante Pressemeldung

aus der Medical Tribune;  März 2003

Rothaut macht Babys Haut stark

 

STOCKHOLM - Babys sind zart behäutete Geschöpfe. So zart, dass nicht nur Möhrensaft für Farbe sorgt. Schon viel früher sind die Kleinen mitunter kräftig rot gescheckt. Was nicht auf Säuglingspestilenzen, sondern vielmehr auf eine wunderbare Abwehrlage hindeutet. Denn - der Babypelz will vor den Widrigkeiten der Welt wohl geschützt sein. Und das wird sogar sichtbar. Denn Mutter Natur baut vor und mobilisiert schon im Mutterleib ein Geschwader aus weißen Blutkörperchen. Diese gehen sprichwörtlich unter die Haut und marschieren flugs genau dorthin. Ergänzt wird der eingebaute Hautschutz durch immunsystemeigene Stoffe. Die wirken fast wie ein Antibiotikum, geben Bakterien im Falle eines Überfalls kräftig eins auf die Mütze und zücken so die rote Karte. Darum sind die roten Flecken auf der Babyhaut Zeichen für eine bestens funktionierende Abwehr.
 

 

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Schwester Ute

Vielen Dank für die fachliche Unterstützung an Dr. Anke Steinborn - Hautärztin

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