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Fieber
ist eine Abwehrreaktion des Körpers, hervorgerufen durch Infektionen, aber auch
durch körperliche oder seelische Überanstrengung. Die Höhe
des Fiebers allein ist nicht bestimmend für die Schwere einer Erkrankung. Es
gibt Kinder, welche relativ schnell
hohes Fieber bekommen, und andere Kinder fiebern nur sehr schwer. So kann es
durchaus sein, dass ein Kind mit mäßigem Fieber mehr „leidet“ oder schwerer
erkrankt ist als ein
anderes Kind mit hohem Fieber. Man spricht von
Das Kind hat bei Fieber einen erhöhten Herzschlag und häufig eine beschleunigte Atmung.
In
folgenden Situationen auf jeden Fall immer den Kinderarzt informieren !
Pflege
bei Fieber-Kindern
Dem
Patienten viel zu trinken anbieten; das Essen ist nicht so wichtig. Die
Getränke dürfen gerne gesüßt sein - wichtig ist, dass der kleine Patient viel
trinkt. Kinder verweigern häufig das Trinken, bei älteren Kindern kann man das
Getränk mit Strohhalm oder Trinklerntasse anbieten. Während
dem Ansteigen des Fiebers (geht häufig mit Schüttelfrost einher) die
Kinder warmhalten. Darauf achten, dass die Kleidungsstücke aus Naturfasern
bestehen. (Strumpfhosen oft keine 100% BW). Wenn
das Fieber seinen individuellen Höhepunkt erreicht hat, fangen die Kinder an zu
schwitzen und strampeln sich frei. Nun sollte man sie ausziehen - vor Zugluft
schützen - und feuchte,
verschwitzte Kleider selbstverständlich wechseln. Fiebernde Kinder bitte nie alleine lassen; möglichst in Sichtnähe, aber immer in Rufnähe bleiben. Die Kinder nachts bei sich schlafen lassen.
Temperaturkontrolle
Das
Fieber möglichst immer rektal (im Po) messen. Ältere Säuglinge und
Kleinkinder wehren sich häufig gegen dieses unangenehme Prozedere. Auch wenn es
schwer fällt konsequent Fieber
messen; irgendwann verstehen die Kinder den Vorgang, oder stellen einfach nur
fest, es ist ja nicht so schlimm. Ich
habe mir ein Fieberthermometer mit Piep angeschafft, und den hört man nur, wenn
das Kind still und ohne Geschrei liegen bleibt. Wenn
man festgestellt hat das Kind fiebert, messen und abwarten. Es
bringt allen Beteiligten nichts zu wissen, jetzt ist die Temperatur wieder um
einen Teilstrich gestiegen. Erst messen, wenn man das Gefühl hat jetzt ist die
Anstiegsphase vorbei. Oft hält sich das Fieber über Stunden oder gar ein, zwei
Tage bei dieser Temperatur. Fieber
ist wichtig für den Patienten um Bakterien, Viren usw. zu bekämpfen. Daher
fiebersenkende Maßnahmen nicht in
jedem Fall einleiten.
Fiebersenkende
Maßnahmen
sollten stets in einem Raum stattfinden, welcher gut gelüftet und angenehm temperiert ist. Es darf auf keinen Fall Zugluft entstehen. Nach den Maßnahmen sollte der Patient auf jeden Fall Ruhe haben und vielleicht etwas schlafen.
Wickel
Wadenwickel
Brustwickel
Abwaschungen
Fieberzäpfchen Sie
sollten nur angewandt werden bei hohem Fieber (über 39.5° C) oder bei
Schmerzen des Kindes. Sie senken das Fieber nicht dauerhaft, sondern nur
kurzfristig. Bleibt das Fieber nach 1 Zäpfchen unten ist dies ein Zeichen, dass
der Körper das Fieber nicht mehr benötigt (das Fieber wäre auch ohne Zäpfchen
schonend von alleine gesunken). Fieberzäpfchen
senken zwar das Fieber, dieses schießt nach Abklingen des Wirkstoffes aber
sofort wieder hoch. Das ist ein kreislaufbelastender Vorgang und ständiges
Fiebersenken ist unnatürlich. Meist ist das Fieber für die betreuenden
Personen viel belastender als für den Patienten selbst. Ich möchte ermutigen
auf Fieberzäpfchen möglichst zu verzichten. Der Körper weiß was er tut! Bewährt haben sich Viburcol-Zäpfchen der Firma Heel. Diese Zäpfchen enthalten verschiedene homöopathische Mittel. Sie sind nicht fiebersenkend aber haben eine beruhigende, ausgleichende Wirkung auf den kleinen Patienten. Sie sind verschreibungsfähig und Apothekenpflichtig!
Homöopathische MittelSie können während Fieberverläufen sehr gut eingesetzt werden. Diese Maßnahmen sollten ebenfalls mit dem Kinderarzt abgesprochen werden. Ich empfehle sehr das Buch von Werner Stumpf
Genannte Mittel und Dosierungen würden dem Arzt vorgreifen und deshalb kann ich hier aus rechtlichen Gründen keine Empfehlungen geben. Ich bitte um Verständnis.
Fieberkrämpfe
Sie treten
meist am 1. Infektionstag auf - also während dem Fieberanstieg. Kinder zwischen
8 Monaten und 4 Jahren sind besonders gefährdet. Ein Fieberkrampf kann bis zu
15 Minuten andauernd und das Kind muss in jedem Fall ärztlich behandelt werden.
Meist wird ein Kinderklinikaufenthalt empfohlen. Einmal Fieberkrampf heißt
NICHT immer Fieberkrampf. Nur 10 - 20 % aller Kinder bekommen wiederholt
Fieberkrämpfe.
Fieberursachen
Allgemeinzustand des
Patienten
Wie
bereits zu Beginn erwähnt ist nicht die Höhe des Fiebers allein bestimmend für
die Schwere einer Erkrankung. Es
ist wichtig sich das Kind immer wieder bewusst anzuschauen. Ist der Kopf hochrot
oder blass und durchscheinend. Sind Hände
und Füße kalt oder heiß; ist das Kind ansprechbar oder reagiert es auf
Ansprache sehr schlecht oder womöglich gar nicht. Ist es unruhig, weinerlich,
abweisend, interesselos, zuwendungsbedürftig, oder, oder, oder . Bei
schlecht trinkenden Kindern ist insbesondere darauf zu achten, ob der kleine Körper
auszutrocknen beginnt (vor allem bei Durchfall!!!) Zeichen für die Austrocknung sind:
Es ist
immer von Vorteil, wenn man den Zustand des Kindes am Telefon schon beschreiben
kann. Die Arzthelferin kann dann viel eher einordnen dass es dem Kind
schlecht geht oder mit bedächtiger Ruhe kann der Arztbesuch terminiert werden.
Zum Schluss noch ein Hinweis: Dem Kind ist eher geholfen in einer ruhigen Atmosphäre
in leicht abgedunkeltem Zimmer. Auf äußere Reize wie Fernsehen und Musikhören,
sollte möglichst verzichtet werden. Die Kinder ziehen sich von alleine in eine
Couchecke oder ins Bett zurück, wenn sie sich nicht gut fühlen. Und wir
besorgten Eltern müssen nicht für
Ablenkung und Beschäftigung sorgen wenn es vom Kind nicht angefordert wird. Es
gibt Kinder die nicht einmal angefasst oder gestreichelt werden möchten wenn
sie krank sind , und andere sind anhänglich und lassen Mutter und Vater
nicht von der Seite. Man muss beides akzeptieren.
Trinken ist sehr wichtig, darauf sollte man bestehen; das Essen kann ruhig stehen
bleiben. Das heißt nicht, dass man es nicht anbieten sollte. Aber keine Überredungskünste
und Zwänge ausüben. Gute Besserung wünscht Schwester Ute
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© Ute Hein 2003 -
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