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Hintergrundinformationen zur Hautfunktion
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| Käseschmiere bei/nach der Geburt (Nahrung, Wärme) | |
| Höherer Feuchtigkeitsgehalt der Haut (Reibung erzeugt gleich Blasenbildung ! ) | |
| Verminderte Schweißbildung (Kühlung) | |
| Geringe Melaninproduktion (praktisch kein natürlicher Sonnenschutz der Haut) | |
| Verkleinerung der Talgdrüsen (höhere Anfälligkeit gegen Reizstoffe, wie Speichel, Exkremente) | |
| Größere Oberfläche als bei Erwachsenen (Auskühlen etc.) | |
| Infektionsanfälliger weil "Schutzbarriere" noch nicht ausgereift, Immunsystem noch nicht vollwirksam gegen Mikroorganismen |
Deshalb ist es unerlässlich bei der Babypflege sorgsam und mit Bedacht vorzugehen.
In den letzten Jahren wird immer häufiger von trockener Säuglingshaut
(Ekzemneigung usw.) berichtet. Es wird vermutet, dass dies mit hoher
Wahrscheinlichkeit auch auf Umweltveränderungen zurück zu führen ist. Studien
untersuchen die Zusammenhänge. Offensichtlich kann schon eine sehr warme und zu
trockene Wohnraum-Atmosphäre dazu beitragen, dass Ekzeme oder Allergien - besonders bei
Kindern - deutlich zunehmen.
Raumklima
Wir leben heute in gut geheizten Wohnungen - mit gut abgedichteten Fenstern und Türen - was schnell zur Folge hat, dass die Luft trocken ist und in der Wohnung steht. Damit schaffen wir eine optimale Atmosphäre für die Hausstaubmilbe - welche vorzugsweise in den Polstermöbeln lebt. Sie ist wohl eine der häufigsten Einzelursachen für das Entstehen von Ekzemen und Allergien.
In dieser warmen, trockenen Luft wird auch der Babyhaut ihre Feuchtigkeit entzogen. Auf Dauer wird die Hornschicht geschädigt, es entstehen Risse und Reizstoffe haben quasi "freie Fahrt" - Hautprobleme sind vorprogrammiert.
Baden und Waschen
Allein schon das Waschen/Baden mit normalem Leitungswasser kann die Haut austrocknen. Der Feuchtigkeits- und Fetthaushalt der Haut wird gestört und braucht Zeit (und Hilfe?) sich wieder auszugleichen.
Badeprodukte für Erwachsene sind deshalb auf keinen Fall zur Babypflege geeignet.
Zahnen und Kaubereitschaft
Gesteigerter Speichelfluss führt oft zu wunden und trockenen Stellen im Gesicht - um den Mund herum, Halsfalte bis hinters Ohr.
UV-Strahlung
Vor allem im Sommer, aber auch in der normalen lichthellen Zeit, kann die Sonneneinstrahlung so stark sein, dass die zarte Haut der Babys und Kleinkinder durch die UVB-Strahlen gefährdet ist.
Niedrige Temperaturen
Im Frühjahr, Herbst und Winter begünstigen niedrige Temperaturen die Entstehung von trockener Haut und Hautreizungen; vor allem im Gesicht und an den Händen. Kommen lokale Reizungen dazu, z.B. durch Speichelfluss und laufende Nase, kann es zur Wundheit kommen.
Ein Ziel der Hautpflege muss sein, die natürliche Schutzschicht der Haut positiv zu beeinflussen, die Hautfunktion zu stärken und alles unter dem Motto
Vielen Dank für die fachliche Unterstützung an Dr. Anke Steinborn - Hautärztin
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