Wenn sich krankmachende (pathogene) Bakterien im Körper breit machen, führt
es zu
unterschiedlichen Körperreaktionen. Der Körper wehrt sich mit Fieber und
durch die vermehrte Bildung von Abwehrzellen, welche die Bakterien angreifen und
versuchen sie zu zerstören. Manchmal reichen diese Mechanismen aber nicht aus,
um die Vermehrung der Bakterien zu verhindern. In diesem Fall unterstützt das
ärztlich verordnete ANTIBIOTIKA den Körper bei der Bekämpfung der Infektion.
Gegen Viren sind Antibiotika nicht wirksam!!!
Bedeutung der Antibiotika für den Heilungsprozess
Antibiotika unterstützen die körpereigene Abwehr, indem sie die Vermehrung
oder den Stoffwechsel der Krankheitserreger hemmen. An der Besserung der
Krankheitserscheinung kann man den Erfolg der Behandlung mit Antibiotika nach
wenigen Tagen erkennen.
Voraussetzung:
Bestimmte Antibiotika wirken nur bei bestimmten Bakterien. Das richtige
Antibiotika zur entsprechenden Infektionserkrankung.
Die Dosierung und die Zeit der Einnahme wird vom Arzt
festgelegt und darf keinesfalls willkürlich geändert werden.
Da Antibiotika häufig sehr schnell eine Besserung der Symptome bringen, ist
die Versuchung groß, das Medikament dann abzusetzen oder in niedrigerer
Dosierung einzunehmen. Dies kann schlimme Folgen haben.
Sind Bakterien nicht vollständig beseitigt, können sie sich erneut
vermehren. Die Krankheit bricht wieder aus. Der von der Ersterkrankung bereits
geschwächte Körper ist jetzt einer neuen großen Belastung ausgesetzt.
Außerdem kann ein vorzeitiger Abbruch der Antibiotika-Therapie zu
so genannten Resistenten führen. Das heißt, bei einer weiteren Einnahme zu einem
anderen Krankheitszeitpunkt könnte es sein, dass der erkrankte Körper nicht
mehr auf das Antibiotika und seine Wirksamkeit reagiert. Er ist
resistent geworden ....
Resistenzentwicklung beim Antibiotika
Die Resistenzentwicklung bei Antibiotika läuft nicht
über die Gewöhnung des Körpers an das Mittel, sondern über
Stoffwechselumstellungen oder genetische Veränderungen der Bakterien. Und zwar
so, dass immer einzelne Bakterien dem Antibiotika-Angriff länger widerstehen
können als andere. Wenn man dann das Antibiotikum zu schnell absetzt, können
sich diese selektieren Bakterien vermehren und geben diese Eigenschaft weiter.
Das ist ein Grund dafür, dass viele Bakterien als Auslöser klassischer
Infektionskrankheiten, wie z.B. Tuberkulose, heute nicht mehr auf die Mittel
reagieren, mit denen man vor Jahrzehnten noch sehr erfolgreich war. Das größte
Problem dabei ist, dass diese Resistenzentwicklung auch bei den ansonsten normal
vorhandenen Darmkeimen funktioniert. Und solche genetisch programmierten
Resistenzen können bei Bakterien auch unter verschiedenen Arten ausgetauscht
werden. Hat man also ein Antibiotikum bei einer Mandelentzündung nicht
ausreichend lange eingenommen, dann kann dieses gleiche Mittel, was man z.B. bei einer Wundrose, die durch andere Erreger ausgelöst wird, sonst
auch geben könnte, unter Umständen nicht mehr wirken. Dem Körper ist das
Antibiotikum im besten Fall vollkommen egal, weil es ja an ihm keine Wirkung
haben soll - er kann sich an ein Antibiotikum nicht gewöhnen.
Gute Besserung wünscht
Schwester Ute
Vielen Dank für die fachliche Unterstützung an Dr. Anke Steinborn -
Hautärztin
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